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Manche mögen's heiss

Lieben Sie es auch, wenn das Wasser möglichst heiss zum Wasserhahn raussprudelt? Solche Wünsche sind sehr verständlich! Nur - Wassertemperaturen über 60°C führen zu deutlich höheren Kalkablagerungen im Boiler wie auch in den Brauchwasserleitungen. Zudem nimmt die Aggressivität des Wassers überdurchschnittlich zu und damit auch das Korrosionspotential. Diese Tatsachen und der damit verbunde verstärkte Abbau der Schutzandoden verlangen nach kürzeren Wartungsintervallen. Mit einer permanent höheren Temperatur als 60°C steigen auch die Stillstandsverluste und damit der Energieverbrauch progressiv.

Unsere Empfehlung:
Die ideale Boilereinstellung bewegt sich bei einer Wassertemperatur zwischen 55°C und 60°C. Sind Wassertemperaturen über 60°C gewünscht und unumgänglich, so müssen die Wartungsarbeiten in kürzeren Intervallen durchgeführt werden.


Wer ist denn schon gerne verkalkt?

Die Funktionstüchtigkeit eines Wassererwärmers wird durch Kalkausscheidungen, die vor allem vom Wasserhärtegrad und der Warmwassertemperatur abhängig sind, massiv beeinträchtigt. Eine höhere Tempereatur bedingt eine längere Aufheizzeit. Dadurch wird mehr Kalk ausgeschieden und am Speicherboden abgelagert. diese Ablagerungen nehmen zu und umschliessen mit der Zeit die Heizelemente des Boilers. Dadurch wird die Wärmeübertragungsleistung erheblich reduziert und es müssen neben längeren Aufheizzeiten und höherem Energieverbrauch sogar Beschädigungen der Heizelemente in Kauf genommen werden.

Unsere Empfehlung:
In Regionen mit sehr hartem Wasser stellen Sie den Thermostat vorzugsweise auf 55°C. Zudem schützt regelmässiges Entkalken vor Betriebsunterbrüchen und verlängert die Lebensdauer Ihres Boilers.


Wie steht es mit der Hygiene?

Ebenfalls möchten wir Sie über den sogenannten 'Boilersumpf' informieren, der sich in allen Wassererwärmern mher doer weniger niederlässt und ansammelt. Das Rechenbeispiel ist einfach:
Ein 4-Personenhaushalt verbraucht 250 Liter Warmwasser à 60°C pro Tag. Dafür müssen pro Jahr rund 90'000 Liter Wasser aufgeheizt udn für den Verbrauch zwischengelagert werden. Stellen Sie sich einmal vor, wieviel Sand, Rost, Späne, Schlamm oder aber auch Kalkablagerungen sich in 3 Jahren - bei einem Durchlauf von rund 300'000 Liter Wasser - im Speicher ansammeln! Bei längerer Standzeit des Wassers erwärmt sich die untere Speicherwand und im 'Boilersumpf' entsteht ein ideales Klima für Bakterien jeglicher Art.

ein sog. 'Boilersumpf'

Unsere Empfehlung:
Eine einwandfreie Hygiene in der Warmwasserversorgung schaffen Sie sich einerseits durch die regelmässige Reinigung des Innenkessels, die zu einem seriösen Boilerservice gehört und andererseits durch den Einbau eines Feinfilters in der Kaltwasserzuleitung, welcher Fremdpartikel zum Vorneherein aus dem Wassererwärmer fernhält.


Nicht alles und jedes hält ewig!

Wer seine Warmwasseranlage nicht warten lässt, ist wie ein Automobilist, der bei seinem Auto nie einen Service macht. Nur darf man dann nicht enttäuscht sein, wenn plötzlich nichts mehr geht und die anschliessende Instandstellung ein Mehrfaches kostet, als eine regelmässige Wartung.
Die regelmässige Funktionskontrolle des Sicherheitsventils ist sogar vorgeschrieben. Aber nicht dies sollte Grund für Sie sein, eine regelmässige Wartung durchzuführen. Sie ist im Hinblick auf die Lebensdauer emaillierter Wassererwärmer dringend zu empfehlen. Warum dies, werden Sie sich fragen! Ganz einfach: Ein Versagen des Sicherheitsventils führt dazu, dass sich der Speicher beim Heizen ausdehnt und sich dadurch Email vom innekessel ablöst. Die Magnesiumanoden sind nicht in der Lage diese blanken Flächen auf die Dauer vor Korrosion zu schützen - so  ist je nach Aggressivität des Wassers das Durchrosten des Innenkessels nur eine Frage der Zeit.

Unsere Empfehlung:
Lassen Sie das Sicherheitsventil durch uns regelmässig auf seine Funktionsfähigkeit überprüfen.


Auch ein guter Schutz verbraucht sich

Emaillierte Wassererwärmer - seit Jahrzehnten bewährt - bieten einen hohen Korrosionsschutz und bestechen auch in Bezug auf die Hygiene. Die Poren, die in jeder Emaillierung vorhanden sind, sind meistens durch kostengünstige, aber hochwirksame Magnesiumanoden geschützt. Durch die im Speicher stattfindende Elektrolyse oxydiert die Anode und verschliesst mit dem abgetragegnen Material die Poren auf galvanischem Weg. Da diese Oxydschicht je nach Aggressivität des Wassers schneller oder langsamer angegriffen und abtransportiert wird, muss die Anode Nachschub liefern.
In den ersten Betriebswochen baut die Anode am meisten Magnesium ab. Ist jedoch der Grundschutz einmal aufgebaut, so beschränkt sie sich auf den Erhalt, der vom Wasser angegriffenen Schutzschicht. Ganz abgebaute Anoden verlieren ihre Wirksamkeit und können die Schutzfunktion nicht mehr aufrechterhalten.


Neue Schutzanode




Verbrauchte Schutzanode, welche ihre Schutzfunktion nicht mehr einnehmen kann

Unsere Empfehlung:
Sie können die Lebensdauer Ihres Wassererwärmers deutlich verlängern, wenn Sie eine regelmässige Kontrolle durchführen lassen, um die abgenutzten oder mit einer Kalkschicht überzogenenen Schutzanoden zu ersetzen.